ich war am samstag zum essen eingeladen, im noir, essen im dunkel, wirklich im dunkel, es liegt im tiefsten keller und man sieht wirklich nichts.
wenn man reinkommt bestellt man das Menü und auch die getränke, es gab;
das beste von land
das beste vom meer
das beste vom geflügel
das beste vom rind
das beste vom gemüse
ich entschied mich für gemüse, vegetarisch , was ich am liebsten ess.
nach einer zeit des wartens, es gibt einen begrüßungscocktail, wird man vom blinden servicepersonal in den keller geführt, da ist man schon hilflos und muß sich voll auf die führung verlassen, da gehts gerade und um kurven über eine treppe bis einem die kellnerin die hand an einem sessel legt und dich bittet platz zu nehmen.
da sitzt du nun, ich hab mit meinen händen den tisch erkundet, das besteck gefunden, die serviette, und es kamen schon die getränke.
gar nicht so einfach im finstern die flasche ins glas zu leeren, es benötigt viel gefühl und aufmerksamkeit, und dann die suppe, richtig in den teller zielen mit dem löffel und zu mund, ein erlebnis sondergleichen, so gehts dann mit allem.
meine begleitung, die person die mich eingeladen hatte konnte es sich nicht verkneifen bei jedem bissen ein "ah, oh, ist das guuut, das ist rösti, das ist fleisch, aber welches, ah guut", ich meinte, he, bald ist das ganze lokal genauest informiert was du da isst, aber frauen reden gern und sind sehr mitteilungsbedürftig, ich kenn das und kann damit leben, um sie davon etwas abzulenken begann ich witze zu erzählen.
wie auch immer, es waren locker an die zwei stunden die wir brauchten um zu essen, das geht nicht so schnell im dunkel, aber das erlebnis ist einmalig, ich stellte fest das sich mit der zeit ein gefühl für den raum einstellt, unser geist ist sehr anpassungsfähig, nun kann ich mich in das leben der blinden etwas einfühlen.
in diesem zusammenhang fällt mir ein was ich erlebe bei meiner fast täglichen meditation;
..........es gibt kein jahrhundert mehr, auch kein jahr, kein monat, keinen tag, keine stunde, keine minute und keine sekunde, kein alter und keine jugend, keinen tag, keine nacht, keine zukunft, keine vergangenheit, nur etwas unbenennbares.....in diesem unbenennbaren ist alles enthalten wie in einem samen die information für alles was existiert.
und, kennt ihr euch aus?
macht nix, schönen tag noch...;-)
wenn man reinkommt bestellt man das Menü und auch die getränke, es gab;
das beste von land
das beste vom meer
das beste vom geflügel
das beste vom rind
das beste vom gemüse
ich entschied mich für gemüse, vegetarisch , was ich am liebsten ess.
nach einer zeit des wartens, es gibt einen begrüßungscocktail, wird man vom blinden servicepersonal in den keller geführt, da ist man schon hilflos und muß sich voll auf die führung verlassen, da gehts gerade und um kurven über eine treppe bis einem die kellnerin die hand an einem sessel legt und dich bittet platz zu nehmen.
da sitzt du nun, ich hab mit meinen händen den tisch erkundet, das besteck gefunden, die serviette, und es kamen schon die getränke.
gar nicht so einfach im finstern die flasche ins glas zu leeren, es benötigt viel gefühl und aufmerksamkeit, und dann die suppe, richtig in den teller zielen mit dem löffel und zu mund, ein erlebnis sondergleichen, so gehts dann mit allem.
meine begleitung, die person die mich eingeladen hatte konnte es sich nicht verkneifen bei jedem bissen ein "ah, oh, ist das guuut, das ist rösti, das ist fleisch, aber welches, ah guut", ich meinte, he, bald ist das ganze lokal genauest informiert was du da isst, aber frauen reden gern und sind sehr mitteilungsbedürftig, ich kenn das und kann damit leben, um sie davon etwas abzulenken begann ich witze zu erzählen.
wie auch immer, es waren locker an die zwei stunden die wir brauchten um zu essen, das geht nicht so schnell im dunkel, aber das erlebnis ist einmalig, ich stellte fest das sich mit der zeit ein gefühl für den raum einstellt, unser geist ist sehr anpassungsfähig, nun kann ich mich in das leben der blinden etwas einfühlen.
in diesem zusammenhang fällt mir ein was ich erlebe bei meiner fast täglichen meditation;
..........es gibt kein jahrhundert mehr, auch kein jahr, kein monat, keinen tag, keine stunde, keine minute und keine sekunde, kein alter und keine jugend, keinen tag, keine nacht, keine zukunft, keine vergangenheit, nur etwas unbenennbares.....in diesem unbenennbaren ist alles enthalten wie in einem samen die information für alles was existiert.
und, kennt ihr euch aus?
macht nix, schönen tag noch...;-)
creature - am Donnerstag, 3. März 2011, 17:32
eine möglichkeit einen tyrannen zu stürzen ist sich über ihn lustig zu machen, wie diese zwei filmchen die ich HIER gefunden hab zeigen...
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HIER
und
HIER

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HIER
und
HIER

creature - am Sonntag, 27. Februar 2011, 10:50
Quäle dich nicht mit Gedanken ab, sondern gehe an dein Geschäft. Das Leben ist nicht intellektuell oder kritisch, sondern greift handfest zu. Menschen, in denen die Lebenskräfte gut gemischt sind und die sich ohne viel Fragen an allem erfreuen, was sie finden: denen hat das Leben sein Bestes zu bieten. Die Natur haßt neugierige Seitenblicke, und unsere Mütter meinten ganz dasselbe, wenn sie sagten: "Kinder, eßt euer Brot und redet nicht viel."
Die Stunde ausfüllen: das ist Glück. Die Stunde ausfüllen und keine Ritze offen lassen, durch die Reue oder Billigung sich einschleichen können. Wir leben auf lauter Oberflächen, und die echte Lebenskunst besteht darin, möglichst glatt über sie hinwegzuschlittern.
sagt wer?
Ralph Waldo Emerson
Wenn ich so, wie jetzt, gezwungermaßen in einem Hotel in Obertrum herumhänge hab ich Zeit zum lesen, zum Fernsehen, oder einfach nichts tun und über solche Sätze reflektieren, tut gut.
Die Stunde ausfüllen: das ist Glück. Die Stunde ausfüllen und keine Ritze offen lassen, durch die Reue oder Billigung sich einschleichen können. Wir leben auf lauter Oberflächen, und die echte Lebenskunst besteht darin, möglichst glatt über sie hinwegzuschlittern.
sagt wer?
Ralph Waldo Emerson
Wenn ich so, wie jetzt, gezwungermaßen in einem Hotel in Obertrum herumhänge hab ich Zeit zum lesen, zum Fernsehen, oder einfach nichts tun und über solche Sätze reflektieren, tut gut.
creature - am Dienstag, 22. Februar 2011, 20:32
creature - am Freitag, 11. Februar 2011, 15:25
beim lesen des buches von helge timmerberg, "der jesus vom sexshop", ist mir meine geschichte eingefallen.
____
ist man arbeitslos wird man vom arbeitsamt "motiviert" einen job zu suchen, so tat ich auch und hab mich halt beworben bei allem möglichen, in meinem alter find ich soundso nichts, dachte ich, dachte ich bis eine firma mich sehen wollte, der job war umschrieben mit kundenbetreuung in der erotikbranche, eine bewerbung von unzähligen anderen, aber ich mußte am amt was vorweisen, das die sehen der bemüht sich.
und so landete ich in einem kleinen verlag der pornofilme (auch gleitgel, dildos und poppers)an sexshops, sexkinos und videotheken liefert, mein job war die kundenaquirierung.
da lernte ich einiges kennen, eine welt die mir bisher fremd war, nicht die erotik, aber das geschäft dahinter und die menschen.
so lernte ich toni kennen.
er hatte einen heruntergekommenen, versifften und übel riechenden laden.
als ich ihn deswegen ansprach zeigte er mir die katze, ein schon altes, riesiges tier das kaum aufmerksamkeit bekommt und in die ecken pinkelt, toni war schon alt und hatte nicht mehr den elan sauberzumachen, das sah man überall.
er wohnte unter der woche sogar im geschäft, in einem kleinen, schmutzigen nebenraum hatte er ein sofa, da lag er auch wenn keine kunden da waren.
manchmal kam ich, und es war niemand im geschäft, ich hätte den ganzen laden mitnehmen können, niemand hätte es bemerkt, einmal war er nicht mal am sofa, ich fand ihn im kaffeehaus wo er am geldautomaten spielte.
er hatte da diese kabinen, ähnlich einer telefonzelle mit einem fernseher, kein flat, so ein alter, kleiner röhrentv, ein dvd player, ein stuhl, mistkübel und eine küchenrolle.
gedacht für männer die sich schnell einen porno reinziehen, in der mittagspause oder einfach so, einige seiner besucher, oder alle, waren pensioniert.
mit dem verdiente er am meisten, dem ausleihen, ließ mich toni wissen.
ich mochte ihn gern, er hatte viel zu erzählen, wieviel geld er hatte, seinen jaguar mit dem er jedes wochenende nach budapest fuhr und im casino unsummen verspielte, von den vielen frauen die für seine kumpels anschafften und er sich gratis an ihnen bedienen konnte.
eines tages, es war nach den osterfeiertagen, kam ich in sein geschäft und er hatte nur mehr ein bein, oh schreck, was war geschehen?
diabetes soll er gehabt haben, es aber nicht gewußt da er nie zum arzt ging, sein bein schwoll an während er schlief, als er aufwachte war es fast schwarz und man brachte ihn in die klinik.
seither sind einige jahre vergangen, ich weiß nicht ob es das geschäft noch gibt, ob es toni noch gibt, aber wenn ich zeit hab seh ich mal nach. es ist halt etwas peinlich so einen laden zu betreten, aber was solls.
nach einem jahr ist dieser verlag pleite gegangen, ich war deswegen nicht traurig, im gegenteil, innerlich hab ich es mir gewünscht, und was ich mir wirklich wünsche geht meistens in erfüllung. interessant war diese zeit dort und ist teil meiner geschichte, ich hab mir "keinen haxn ausgrissn", wie man in wien sagt, die bezahlung war auch ok, nur das image nicht..;)
____
ist man arbeitslos wird man vom arbeitsamt "motiviert" einen job zu suchen, so tat ich auch und hab mich halt beworben bei allem möglichen, in meinem alter find ich soundso nichts, dachte ich, dachte ich bis eine firma mich sehen wollte, der job war umschrieben mit kundenbetreuung in der erotikbranche, eine bewerbung von unzähligen anderen, aber ich mußte am amt was vorweisen, das die sehen der bemüht sich.
und so landete ich in einem kleinen verlag der pornofilme (auch gleitgel, dildos und poppers)an sexshops, sexkinos und videotheken liefert, mein job war die kundenaquirierung.
da lernte ich einiges kennen, eine welt die mir bisher fremd war, nicht die erotik, aber das geschäft dahinter und die menschen.
so lernte ich toni kennen.
er hatte einen heruntergekommenen, versifften und übel riechenden laden.
als ich ihn deswegen ansprach zeigte er mir die katze, ein schon altes, riesiges tier das kaum aufmerksamkeit bekommt und in die ecken pinkelt, toni war schon alt und hatte nicht mehr den elan sauberzumachen, das sah man überall.
er wohnte unter der woche sogar im geschäft, in einem kleinen, schmutzigen nebenraum hatte er ein sofa, da lag er auch wenn keine kunden da waren.
manchmal kam ich, und es war niemand im geschäft, ich hätte den ganzen laden mitnehmen können, niemand hätte es bemerkt, einmal war er nicht mal am sofa, ich fand ihn im kaffeehaus wo er am geldautomaten spielte.
er hatte da diese kabinen, ähnlich einer telefonzelle mit einem fernseher, kein flat, so ein alter, kleiner röhrentv, ein dvd player, ein stuhl, mistkübel und eine küchenrolle.
gedacht für männer die sich schnell einen porno reinziehen, in der mittagspause oder einfach so, einige seiner besucher, oder alle, waren pensioniert.
mit dem verdiente er am meisten, dem ausleihen, ließ mich toni wissen.
ich mochte ihn gern, er hatte viel zu erzählen, wieviel geld er hatte, seinen jaguar mit dem er jedes wochenende nach budapest fuhr und im casino unsummen verspielte, von den vielen frauen die für seine kumpels anschafften und er sich gratis an ihnen bedienen konnte.
eines tages, es war nach den osterfeiertagen, kam ich in sein geschäft und er hatte nur mehr ein bein, oh schreck, was war geschehen?
diabetes soll er gehabt haben, es aber nicht gewußt da er nie zum arzt ging, sein bein schwoll an während er schlief, als er aufwachte war es fast schwarz und man brachte ihn in die klinik.
seither sind einige jahre vergangen, ich weiß nicht ob es das geschäft noch gibt, ob es toni noch gibt, aber wenn ich zeit hab seh ich mal nach. es ist halt etwas peinlich so einen laden zu betreten, aber was solls.
nach einem jahr ist dieser verlag pleite gegangen, ich war deswegen nicht traurig, im gegenteil, innerlich hab ich es mir gewünscht, und was ich mir wirklich wünsche geht meistens in erfüllung. interessant war diese zeit dort und ist teil meiner geschichte, ich hab mir "keinen haxn ausgrissn", wie man in wien sagt, die bezahlung war auch ok, nur das image nicht..;)
creature - am Montag, 7. Februar 2011, 21:39